Autonomes Fahren

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Auf dem Weg zum autonomen Fahren

Seit Anfang des Jahrtausends unterstützen moderne Fahrassistenzsysteme (FAS) den Autofahrer auf der Straße: Radar- und Lasersensorik erfassen Verkehrssituationen, 3-D-Kameras analysieren die Fahrstreifen und Videokameras beobachten andere Verkehrsteilnehmer und erkennen deren Absichten. Diese schrittweise Automatisierung des Fahrzeugs macht den Verkehr sicherer und sauberer. Bei den von Behörden, Herstellern und Experten definierten fünf Automations-Level befindet sich die Industrie aktuell etwa auf halber Strecke. Level 0 steht dabei für das klassische Autofahren, bei dem der Fahrer dauerhaft selbst Hand anlegt, das Fahrzeug aber über keine Assistenzsysteme verfügt. Level 1 steht für assistiertes Fahren, Level 2 für das teilautomatisierte Fahren, mit Level 3 wird das hochautomatisierte Fahren bezeichnet, mit Level 4 das vollautomatisierte Fahren. SEDRIC, das erste Fahrzeug im Volkswagen Konzern, das für rein autonomes Fahren konzipiert wurde, also weder Lenkrad noch Pedale besitzt und keinen Menschen mehr als Fahrer benötigt, zählt zum Level 5, dem autonomen Fahren. Eine Übersicht der Entwicklung.

Level 1: Assistiertes Fahren
Auf diesem technischen Level verfügt das Fahrzeug über Systeme, die dank gesammelter Informationen von außen, in bestimmten Situationen Teilbereiche der Fahrzeugführung übernehmen können. Ein Beispiel dafür ist der adaptive Tempomat, auch Adaptive Cruise Control (ACC) genannt. ACC hält nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch den vorgegebenen Abstand zum Vordermann. Dazu greift das System auf Informationen von Radarsensoren zurück. Bremst der Vordermann, verzögert auch das eigene Fahrzeug, ebenso fährt es automatisch schneller. Ein weiteres Beispiel sind Notbremsassistenten, die Teilaufgaben des Bremsens übernehmen, dem Fahrer jedoch alle weiteren Aufgaben der Fahrzeugsteuerung überlassen. Die Systeme sind häufig in ihrer Funktionalität eingeschränkt, beispielsweise durch widrige Witterungsbedingungen. Bei Level 1 muss der Fahrer immer das Lenkrad in der Hand halten und auf den Verkehr achten.

Level 2: Teilautomatisiert
Hier übernimmt das System sowohl Lenkung als auch Gas und Bremse – allerdings nur in besonderen Anwendungsfällen, etwa auf bestimmten Straßentypen oder in definierten Geschwindigkeitsbereichen. In definierten Situationen – beispielsweise auf der Autobahn – können Fahrzeuge autonom geradeaus fahren, die Spur halten oder den Abstand zum Vordermann selbsttätig regeln. Der Fahrer muss allerdings die automatischen Funktionen fortlaufend überwachen und bei Bedarf eingreifen. Ein Beispiel ist der Stauassistent. Das Fahrzeug übernimmt komplett selbstständig das Fahren, Lenken und Bremsen. In der Regel ist der Einsatz aber auf bestimmte Geschwindigkeitsbereiche begrenzt. Auch hier kann es durch Witterungsbedingungen zu Einschränkungen kommen.

Level 3: Hochautomatisiert
Das System übernimmt Quer- und Längsführung für einen gewissen Zeitraum in spezifischen Situationen. Es kann zum Beispiel Überholmanöver und Ausweichmanöver selbständig ausführen, Gas geben und bremsen. Der Fahrer muss das System dabei nicht überwachen, aber jederzeit in der Lage sein, das Steuer zu übernehmen. Ab diesem Automations-Level erkennt das System seine Leistungsgrenzen selbst und fordert den Fahrer aktiv auf, das Steuer zu übernehmen. Ab Level 3 kommunizieren Fahrzeuge auch selbsttätig mit anderen Fahrzeugen und tauschen sich aus.

Level 4: Vollautomatisiertes Fahren
Dieses Level soll in einigen Jahren erreicht werden. Das System übernimmt dauerhaft und zuverlässig das Steuer, das Fahrzeug bewegt sich dann die meiste Zeit allein und meistert auch komplexe Situationen auf der Autobahn, der Landstraße und in der Stadt. Das Automobil kommt dabei auch in anspruchsvollen Verkehrssituationen ohne menschlichen Eingriff klar. Der Fahrer kann sich während der Fahrt mit anderen Dingen beschäftigen und muss das Verkehrsgeschehen nicht andauernd im Blick haben. Er muss aber darauf eingestellt sein, dass ihn das System in bestimmten Situationen auffordert, die Fahrzeugführung wieder zu übernehmen.

Level 5: Autonomes Fahren
Auf dem höchsten Automations-Level bewältigt das System alle Situationen auf allen Straßenarten und bei jeder Geschwindigkeit autonom. Eine Überwachung durch den Fahrer ist nicht erforderlich. Dank der hochentwickelten Umfelderfassung und der Vernetzung der Fahrzeuge untereinander wird im Level 5 die Verkehrssicherheit maßgeblich erhöht, da durch die Car-to-Car Kommunikation und die vorhandenen Systeme Unfälle nahezu ausgeschlossen werden. Volkswagen gibt der Vision vom autonom fahrenden Automobil mit SEDRIC (SElf-DRIving-Car) nun Gestalt. SEDRIC erledigt sämtliche Fahrfunktionen selbständig. SEDRIC ist smart und lässt sich kinderleicht bedienen. Lenkrad, Pedale und Cockpit braucht er nicht mehr.

 

 

2018-03-19T19:17:14+00:00 29.09.2017|News, SEDRIC Newsroom|